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Oktober 2017
Nr. 225


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Otto Retzer gestaltete mit  Jedermann liebt Karli Spiehs - Einer Legende auf der Spur ein Porträt über den Ausnahme-Produzenten Karl Spiehs.
Foto: ORF/Lisa Film/© Bernhard Horst
The Yellow of the Egg

Karl Spiehs’ Lisa Film feiert 50 Jahre und alle gratulieren, obwohl, wie Helmut Thoma, Ex-RTL Boss und der Mann, der Spiehs den Weg ins Fernsehen ebnete, erzählt, sein English genauso charmant wie der restliche Karl Spiehs war. Den Hollywood-Superstars, die in seinen Filmen auftraten, soll er wörtlich erklärt haben: „My English is not the yellow of the egg.“ Seinem Charme sind trotzdem alle erlegen, berichtet Wolfgang Ritzberger

Das war ein Rummel, als in der 2. Staffel der TV-Serie „Ein Schloss am Wörthersee“ Larry Hagman und Linda Gray, Superstars aus der US TV-Serie „Dallas“, am Wörthersee kein Zimmer mehr bekamen. Nicht wirklich, sondern als J. R. Ewing und als Sue Ellen und als Teil des Plots, bei dem auch Winnetou-Darsteller Pierre Brice, Kurt Weinzierl, Christine Schubert und natürlich Roy Black mitwirkten. Aber nicht nur Hollywood-Stars traten für den wahrscheinlich erfolgreichsten Filmproduzenten unseres Landes vor seine Kamera, er versammelte auch so gut wie alle „Jedermänner“, von Curd Jürgens bis Tobias Morretti, in seinen Filmen. Karl Spiehs hat sicher nichts ausgelassen, weder echte Kunst noch trivialen Kitsch oder deftige Erotik oder, schlicht und einfach, seichte aber erfolgreiche Unterhaltung. Mike Krüger erzählt in der Doku über Lisa Film (ORF Ausstrahlung am 1. Oktober) von den Abwerbungsversuchen, als er nach seinen Erfolgen etwa mit dem „Nippel durch die Lasche ziehen“-Lied von Karl Spiehs angerufen wurde, der ihm in wenigen Worten versuchte, eine wahrliche „Kinoklamotte“ schmackhaft zu machen. Erst beim dritten Anlauf sollte es gelingen, und mit Thomas Gottschalk stand er letztlich unter anderem im Film „Die Supernasen“ vor der Kamera, einem der an der Kinokasse erfolgreichsten Filme der Lisa Film.

Den Werdegang von Karl Spiehs und Eindrücke von einem Abend Ende September im Metro Kino, das ein klein wenig von dem Glanz, den Karl Spiehs am Wörthersee zu entfalten im Stande war erlebte, beschreibt Wolfgang Rtzberger auf Seite 38 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ.
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