Veranstaltungstipps
N E W S
Foto: Zorro Film
Salami Aleikum
Wer Michael Niavaranis Schmäh in den letzten Jahren im Kino vermisst hat, kommt mit der Komödie „Salami Aleikum“ des deutsch-persischen Regisseurs Ali Samadi Ahadi voll auf seine Kosten.
Michael Niavarani war in Deutschland bislang ein Unbekannter, anders als in unseren Breiten, wo er als künstlerischer Leiter und Darsteller des Kabarett Simpl in der Wollzeile, aber auch als Stammgast in der TV-Comedy Schiene zu den österreichischen Publikumslieblingen zählt. Mit seiner Darstellung eines persischen Metzgers in der Komödie „Salami Aleikum“ begeisterte er jetzt das deutsche Publikum. Die tempo- und pointenreiche Komödie über Identitätssuche, deren stilistische Bandbreite von animierten Sequenzen bis zu Bollywood-ähnlichen Musicalnummern reicht, war im Herbst der bestbesuchte Autorenfilm in den deutschen Kinos.
Im Mittelpunkt steht der schmächtige, in Stresssituationen strickende Deutsch-Iraner Mohsen (Navid Akhavan), der mit Ende 20 noch immer bei seinen Eltern lebt. Obwohl er kein Blut sehen kann, arbeitet er in der Kölner Familienmetzgerei. Sein Vater (Michael Niavarani) hält ihn für einen Versager, gibt ihm jedoch nie eine Chance, das Gegenteil zu beweisen. Auf dem Weg nach Polen, wo er Schlachtschafe abholen soll, bleibt Mohsen mit einer Autopanne in dem ostdeutschen Provinznest Oberniederwalde hängen. Unerwartet findet er in der Automechanikerin seine Traumfrau: Ana, ehemalige Kugelstoßerin, groß, stark und blond.
Regisseur Ali Samadi Ahadi war schon 2006 mit seiner Dokumentation „Lost Children“ über Kindersoldaten in Uganda aufgefallen und bekam dafür den deutschen Filmpreis 2006. Niavarani zeigt in diesem Film nicht nur, dass er persischer Abstammung ist, sondern auch, dass er als Schauspieler weitaus mehr drauf hat als der Kabarettist Niavarani vermuten lässt.
Regie: Ali Samadi Ahadi
Mit: Navid Akhavan, Michael Niavarani, Anna Böger, Wolfgang Stumph
Kinostart Österreich: 1. Jänner 2010
www.salami-aleikum.at


Stefan Knüpfer
Foto: Stefan Olah
PIANOMANIA 
ist ein Film über Liebe, Perfektion und ein kleines bisschen Wahnsinn. "Der Ton atmet nicht." - klagt der Pianist Pierre-Laurent Aimard verzweifelt. Das ist ein typischer Satz im beruflichen Alltag des Cheftechnikers und Meisterstimmers von Steinway & Sons Stefan Knüpfer. Denn jedes Klavier hat seine eigene Persönlichkeit, jedes Stück verlangt nach der ihm eigenen Klangfarbe und jede Interpretation hat ein besonderes Temperament.
PIANOMANIA nimmt den Zuschauer mit auf eine humorvolle Reise in die geheimnisvolle Welt der Töne und begleitet Stefan Knüpfer bei seiner ungewöhnlichen Arbeit mit weltberühmten Pianisten wie Lang Lang, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder und Pierre-Laurent Aimard. Das richtige Instrument mit den geforderten Eigenschaften passend zur Vision des Virtuosen zu finden, zu vervollkommnen und letztlich auf die Bühne zu schaffen, fordert Nerven aus Stahl, grenzenlose Leidenschaft und die außerordentliche Fähigkeit Worte in Töne übertragen zu können.
Der außergewöhnliche Film von Lilian Franck und Robert Cibis erzählt voller Herz und Humor von Momenten der absoluten Liebe zur Detailgenauigkeit und Perfektion. Aus einzigartigen Blickwinkeln beobachtet PIANOMANIA die spannende Suche nach dem perfekten Klang.
Produziert von WILDart FILM  (www.wildartfilm.com) & OVAL Filmemacher (A/D 2009)
Kinostart: 5. Februar 2010
www.pianomania.at
www.facebook.com/pianomania


Foto: filmstills/domenigg
Der Räuber
Filmfigur Rettenberger spürt sich beim Laufen und  - beim Überfallen von Banken. Drei Überfälle an einem Tag ist der Spitzenwert. Es geht ihm nicht bloß ums Geld, vielmehr gewinnen die Überfälle eine eigene Qualität und kommen zum Laufen ergänzend dazu. Wie bei seinen Trainings überprüft er nach einem Überfall sogar seine aufgezeichnete Pulsfrequenz am Computer.
Die Hauptfigur in „Der Räuber“ ist angelehnt an die reale Person des Bankräubers, Mörders und Marathonläufers Johann Kastenberger. Kastenberger hielt Ende der 80er Jahre als Pumpgun-Ronnie ganz Österreich in Atem. Er überfiel mehrere Banken (einmal wie im Film tatsächlich drei Banken) und wurde nach seiner Festnahme und Flucht aus dem Polizeirevier von mehreren hundert Beamten in der größten Fahndung der Nachkriegsgeschichte durch Niederösterreich gejagt. Seinen Namen verdankt er der Ronald Reagan-Maske, die er bei seinen Überfällen trug, und der Pumpgun, die er dabei einsetzte. Nach seiner Verhaftung sprang er bei der Vernehmung aus dem Fenster des Polizeigebäudes und war tagelang in Niederösterreich auf der Flucht.
Der Film stellt aber nicht die chronologische Geschichte dieses Kriminalfalls nach, sondern orientiert sich am Roman „Der Räuber“ von Martin Prinz. Er abstrahiert die Person des echten Pumpgun-Ronnie und versucht eine davon losgelöste Beschreibung seines Verhaltensmusters. Die Geschichte Kastenbergers beherrschte real bei seiner Flucht die heimischen Medien, im Spielfilm wird die Umgebung rund um die Hauptperson fast gänzlich ausgeblendet. Der ruhelose Rhythmus einerseits und die gleichzeitig starke Konzentration auf den undurchschaubaren Charakter machen die Qualität des Films aus.
Unter der Regie des Deutschen Benjamin Heisenberg wurde „Der Räuber“ zu einem Psychogramm eines gehetzten Menschen, dessen Inneres letztlich unzugänglich bleibt. Keine ausgesprochen leichte Filmkost, auch gesprochen wird nur das Notwendigste, trotzdem will man ein möglichst breites Publikum ansprechen. Viele der heute über 35-Jährigen werden sich wohl an den Fall Kastenberger erinnern. Bedenkt man, welch großes Echo die Geschichte Pumpgun-Ronnies damals in Österreich ausgelöst hat, so darf man auf die Zuseherresonanz nun, zwanzig Jahre später, gespannt sein.
Eine Produktion der NGF Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion in Koproduktion mit Peter Heilrath Filmproduktion.
Kinostart Österreich: Februar 2010
www.derraeuber.net
www.geyrhalterfilm.com
www.benjaminheisenberg.com


Eheschließung
Foto: Poool Filmverleih
IM BAZAR DER GESCHLECHTER
ein Film von Sudabeh Mortezai
Eine geschiedene allein erziehende Mutter, ein einsamer Junggeselle und ein junger Mullah sind die Protagonisten dieses intimen Einblicks in Geschlechterbeziehungen im Iran. Ihre Geschichten kreisen um die Praxis der Zeit-Ehe, auch Lust-Ehe genannt, einer schiitischen Tradition, die es einem Mann und einer Frau ermöglicht, für einen befristeten Zeitraum zu heiraten, der von einer Stunde bis zu 99 Jahren dauern kann. Legalisierte Prostitution oder ein Schlupfloch für Paare, um eine Beziehung innerhalb des repressiven Rechts der Islamischen Republik Iran zu leben -  Religiöses Dogma trifft auf Macho-Sentimentalität trifft auf weibliche Lebensrealität. Eine schonungslos ehrliche, kritische und bisweilen humorvolle Auseinandersetzung mit der islamisch geprägten Sexualpolitik.
A I Dokumentarfilm I 2009 I 85 Minuten I Persische Originalfassung mit dt. UT
Produktion: FreibeuterFilm
Verleih: Poool Filmverleih 
In Ko-Produktion mit: Licht Film (D) und WDR/arte
Kinostart: 16. April 2010
Seit März 2010 auch im schoool@poool Programm
www.imbazar-derfilm.at


Foto: IMAX
„Hubble 3D“ im IMAX
Ab 23. April erwartet IMAX-Fans und Weltraumbegeisterte die eindrucksvolle Weltraumdokumentation „Hubble 3D – Unser Auge im All“ in den IMAX-Sälen in Wien und Graz.
Fast zwanzig Jahre lang lieferte das Weltraumteleskop „Hubble“ der Menschheit unvergleichliche Bilder von kollidierenden Galaxien. Bis der Betrieb 2008 bis auf weiteres unmöglich wurde. Schuld daran waren die Kälte des Weltraums und die kosmische Strahlung. Im Mai 2009 konnte „Hubble“ aber durch den Einsatz von sieben Astronauten gerettet werden.
www.cineplexx.at


Foto: Demmelbauer Film
Todespolka
Die Geschichte liest sich durchaus spannend, mutig und ambitioniert – eine Bürgerpartei gewinnt in Österreich die Wahlen und deren Obfrau, eine Frau Doktor Sieglinde Führer, macht ihre Wahlversprechen wahr: Österreich tritt aus der EU aus und führt den Schilling wieder ein. Gesetz und Ordnung werden nicht nur versprochen, sondern mit einer verstärkten Polizeipräsenz auch umgesetzt. „Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, dem geschieht auch nichts“, stellt gleich zu Beginn einer der drei Medizinstudenten, ein Schwarzer, fest. Und wir ahnen, dass das nicht gut gehen wird. Und wirklich, zu guter Letzt liegen alle drei mausetot in einer kleinen Siedlung am Stadtrand im Garten, umgebracht von Nachbarn, Anrainern und Polizisten, die als Lehrbeispiel für die Verwirklichung eines sehr intensiv gefühlten Alltagsfaschismus herhalten müssen.
Während der im Film abspulenden Ereignisse einer Nacht erleben wir im TV des „neuen Österreichs“ die Bundeskanzlerin Sieglinde Führer bei einem live übertragenen Fest zur Sommersonnenwende – mit viel Blasmusik und markigen Sprüchen der nicht minder markigen Dame, als Passepartout der Rahmenhandlung. Das ist auch die Todespolka des zwar überhöht und überzeichneten Geschehens, das aber im Detail durchaus glaubhaft und leider vorstellbar ist. Und wenn der Moderator der Live-Übertragung der Sonnwendfeier das begeisterte Publikum fragt: „Wollt Ihr die totale Sieglinde!“, dann rinnt’s einem kalt über den Buckel.
Die „Todespolka“ ist ein plakativer, grotesker Film, im Ganzen wenig wahrhaftig – wenngleich im Detail durchaus naturgetreu - die Reden, die Sieglinde Führer im Film hält, bestehen ausschließlich aus Zitaten prominenter Politiker und wirken als Vision erschreckend.
Regie: Michael Pfeifenberger
Produktion und Buch: Stephan Demmelbauer
Kamera: Marco Zwitter
Schnitt: Alexander Frohner
Tonmischung: Clemens Kloss
Kinostart: Mai 2010
www.demmelbauerfilm.com
http://todespolka.demmelbauerfilm.com


:lobby vorfilm
Die Kurzfilmszene boomt, auch in Österreich. Zumindest von Produktionsseite. Die :lobby vorfilm  hat sich zum Ziel gemacht, Kurzfilme auch nach ihrer Premiere und Festivalverwertung ins Kino zu bringen. In Deutschland gibt es seit einiger Zeit ähnliche, durchaus auch erfolgreiche, Bestrebungen.
Der Vorfilm als Chance für das junge österreichische Filmschaffen und als ein Beitrag zu einer neuen Kinokultur.
Im Rahmen eines Pilotprojekts arbeitet die :lobby vorfilm zur Zeit mit folgenden Veranstaltungen zusammen:
Kino am Dach, 28.Mai -12.September 2010, Open Air Kino auf dem Dach der Hauptbücherei am Gürtel (Urban-Loritz-Platz 2, 1070 Wien) www.kinoamdach.at
Filmclub Drosendorf (Schloßplatz 3 A-2095 Drosendorf Tel: 0664/3956741), das wahrscheinlich älteste Kino Niederösterreichs, das seit 1920 in Betrieb ist.
VOLXkino, 2.Juni - 17. September
SHORTYNALE, 5.-7. August 2010
Filmemacher sind eingeladen, ihre Werke bei der :lobby vorfilm einzureichen.
www.vorfilm.at


Sommerkino Niederösterreich 2010
30. Juni bis 18. September an 19 Spielstätten:
Das Festival wird am 30. Juni in Krems mit dem Open-Air-Kino beim Kesselhaus am Campus der Donau-Universität Krems eröffnet, das Finale bildet das WACHAUfilmFESTIVAL.
Neben europäischen Filmen werden auch mehrere österreichische Produktionen im Rahmen des Programmfensters der Diagonale - Festival des österreichischen Films zu sehen sein. Darunter die Preisträgerfilme der Diagonale 2010 und international preisgekrönte Filme wie Hanekes “Das weiße Band" oder Verfilmung des “Pumpgun-Ronnie"-Kriminalfalls nach dem Roman “Der Räuber" des niederösterreichischen Autors Martin Prinz.
In zahlreichen Vorprogrammen wird auch eine Auswahl herausragender ein- bis fünfminütiger Kurzfilme, kuratiert von Barbara Pichler, der Intendantin der Diagonale, gezeigt werden.
www.sommerkinoe.at


KINO WIE NOCH NIE
1. Juli bis 15. August 2010, Wiener Augartenspitz
veranstaltet von Filmarchiv Austria in Kooperation mit VIENNALE. Geboten wird täglich ein anspruchsvolles und spannendes Freiluftkino-Programm, von frühen Komödien über Klassiker des Weltkinos bis hin zu aktuellen Arbeiten.
www.kinowienochnie.at
Im Rahmen vom Filmarchiv-Sommerkino findet vom 3. Juli bis 21. August das Weltmusikfestival MASCHMISCH statt.
http://aktionsradius.at/augarten/2010/07/maschmisch-07-2010.htm


espressofilm – kurzfilm einen sommer lang
Open Air Kino von 8. Juli bis 27. August 2010
Jeweils Donnerstag und Freitag, bei Schönwetter im Garten, bei Schlechtwetter im Großen Saal.
Gastronomie ab 17 Uhr, Filmbeginn 21.30 Uhr
Spielort:
Gartenpalais Schönborn (Österreichisches Museum für Volkskunde)
1080 Wien, Laudongasse 15-19 (barrierefreier Zugang)
Eintritt frei! Freie Platzwahl.
www.espressofilm.at


Foto: Salzburger Filmtag
Open Air Filmfestival
St. Pölten 2010

FILM AM DOM
23. - 26. Juni 2010, Domplatz in St. Pölten
An vier Abenden flimmern unter dem Sternenzelt vier hochkarätige Publikumslieblinge sowie spannende Kurzfilme über die riesige Leinwand.
Cinema Paradiso - Open Air Kino
9. Juli - 8. August 2010, Rathausplatz St. Pölten
Fünf Wochen lang jeweils von Dienstag bis Sonntag werden Filmliebhaber im barocken Ambiente der Landeshauptstadt, direkt vor dem Programmkino Cinema Paradiso, mit Premieren, Publikumslieblingen, Musikfilmen und Arthouse-Klassikern verwöhnt.
Filmstart bei Einbruch der Dunkelheit. Bei Schlechtwetter findet die Filmvorführung im Kino statt.
www.cinema-paradiso.at


„Rammbock“ (Regie: Marvin Kren) am 2. Juli
Fotos: Kino unter Sternen
KINO UNTER STERNEN
Open Air am Karlsplatz, 2. - 25. Juli 2010
Eröffnet wird KINO UNTER STERNEN am 2. Juli mit dem Zombiefilm „Rammbock“ des Wiener Regisseurs Marvin Kren, der mit dem new berlin film award in der Kategorie Bester Spielfilm und dem Max Ophüls Preis 2010 in der Kategorie Bester Mittellanger Film ausgezeichnet wurde und auf der Diagonale in Graz zwei lobende Erwähnungen erhielt.
Wien im Film bildet heuer einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt, der in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum und dem Wien Museum realisiert wird. Die Filmschau seziert die Befindlichkeit der Stadt und beschreibt in internationalen und nationalen Produktionen die Anatomie der Wiener Seele mit Filmen wie „The Wedding March“ (Erich von Stroheim, US 1928), „Waltzes from Vienna“ (Alfred Hitchcock, UK 1934), „Scorpio“ (Michael Winner, US 1973), „Schwitzkasten“ (John Cook:, A 1978), „Before Sunrise“ (Richard Linklater, US/A/CH 1995) oder „Hundstage“ (Ulrich Seidl, A 2001).
Eine weitere Linie widmet sich in Kooperation mit Synema - Gesellschaft für Film und Medien dem Österreichischen Kriminalfilm. Das Motto wurde Christoph Fuchs' Buch „Come and Shoot in Austria“ entlehnt, das im Juli 2010 bei Synema erscheint. „Der Weibsteufel“ von Georg Tressler (A 1966) oder „Den Tüchtigen gehört die Welt“ (Peter Patzak, A 1980) sind Beispiele aus dieser Reihe.
Auch heuer werden Previews österreichischer Filme gezeigt, zum Beispiel der Dokumentarfilm „Liebe Geschichte von Klub Zwei“ (A 2010), oder „Schottentor“ (Caspar Pfaundler, A 2009), ein Spielfilm über fünf junge Menschen, deren Wege sich an der Straßenbahnhaltestelle Schottentor kreuzen.
In Kooperation mit Augustin zeigt KINO UNTER STERNEN den bei der Diagonale mehrfach preisgekrönten Film „Kick Off!“ von Hüseyin Tabak (A 2010) über die österreichische Street-Soccer-Mannschaft, die 2008 bei der Fußball-WM für Obdachlose in Australien teilgenommen hat. Der Abend wird mit einem Augustin-Fest ausklingen.
Zusätzlich zum Filmprogramm wird ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Das Vorprogramm zu den Filmen beginnt täglich um 20.30 mit Lesungen, Diskussionsrunden, Konzerten, ...
Die Filmprogramme starten um 21.30 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
www.kinountersternen.at


Setfoto: Martha Toledo
Foto: Focusfilm
Der Kinoleinwandgeher
Indien/Österreich/
Mexiko 2008

Winnetou stirbt in den Armen seines Blutsbruders Old Shatterhand. In Cinemascope auf der Leinwand eines kleinen Dorfkinos in Kärnten. Im Publikum folgt ein kleiner Junge, der heranwachsende Josef W. (gespielt von Kasimir Winkler), mit großen Augen gebannt dem Geschehen. Gegenschnitt und Bruch: „Der Kinoleinwandgeher“ tritt auf. Der „Poet des Kälberstricks“ (© Wolfgang Bauer), der erfolgreiche Autor Josef Winkler, entsteigt der Leinwand und blickt – schelmisch lächelnd – auf sein kindliches Alter Ego. Damit beginnt eine rasende Reise, ein cineastischer Essay, der die Zuseher durch Österreich, Mexiko und Indien in die Welt der „Erinnerungsbilder“ von Josef Winkler entführt. Das Kameraauge geleitet den österreichischen Erfolgsautor und das Publikum durch ein poetisches Roadmovie, springt in Schnitt und Gegenschnitt vom „geheiligten Stall“ in einem Kärntner Bauerndorf an die Ufer des Ganges, um unmittelbar darauf am Fuße des Popocatepetl einem Vulkanausbruch beizuwohnen.
Ein Episodenfilmporträt nach Texten von Josef Winkler Drehkonzept/buch von Michael Pfeifenberger & Josef Winkler
Regie: Michael Pfeifenberger
Darsteller: Familie Winkler, Martin Weinek, Oliver Vollmann, Martha Toledo
Kamera: Gerhard Lapan
Schnitt: Dominik Achatz
Musik: Ulrich Drechsler, Martha Toledo, Tigres del Norte, Ritwik Sanyal, Bernd Bechtloff, Tropimariacchi
Ton: Georg Ulbing
Produktion: Focusfilm GmbH
Verleih: Stadtkino Wien, www.stadtkinowien.at
Uraufführung15. August 2009, OpenAirKino im Burghof, Klagenfurt
www.kinoleinwandgeher.at


Regisseur Reinhold Bilgeri mit Team bei den Sommer-Dreharbeiten in Blons.
Foto: Christian Schramm
Der Atem des Himmels
Der Roman „Der Atem des Himmels“ des Musikers, Literaten, Filmemachers und Produzenten Reinhold Bilgeris wurde bislang rund 50.000 Mal verkauft. Walt Disney bringt den gleichnamigen Spielfilm in die österreichischen Kinos. Reinhold Bilgeri verfasste selbst das Drehbuch und übernahm die Regie. Erzählt wird die Liebesgeschichte zwischen einer verarmten Adeligen und einem kauzigen Volksschullehrer in einem Vorarlberger Bergbauerndorf. Den Höhepunkt des Dramas bildet die historische Lawinenkatastrophe von 1954 in Blons im Großen Walsertal.
Die gesamte Herstellung lag in den Händen der Bilgeri Film Productions GmbH, die Reinhold Bilgeri gemeinsam mit Dr. Thomas Feldkircher eigens dafür gegründet hat. „Tomas Erhart, der bereits für die archaische Bildästhetik in dem Film ‚Die Schwabenkinder’ verantwortlich war, konnten wir als Kameramann gewinnen“, erklärt Reinhold Bilgeri, „den Schnitt übernahm Hans Funck, der unter anderem für die Filme ‚Bushido’, ‚Die Päpstin’ und ‚Der Untergang’ verantwortlich war.“ Das Gesamtbudget des Films beläuft sich auf 3,5 Millionen Euro, die zu einem beträchtlichen Teil von Vorarlberger Investoren aufgebracht wurden.
Weltpremiere: 24. August 2010, Seebühne der Bregenzer Festspiele (Ausverkauft)
Zusatzvorstellung: 25. August 2010, Seebühne der Bregenzer Festspiele
Kinostart Österreich: Herbst 2010

www.reinholdbilgeri.com, www.deratemdeshimmels.com


FILMFEST ST. ANTON
24. bis 28. August 2010
Fünf Abende, die ganz den Bergfilmen, ihren Machern und Protagonisten gewidmet sind.
www.filmfest-stanton.at


Kino am Dach 2010 - Crime Time. Killer, Thriller & Suspense
Schusswechsel auf dem Dach der Hauptbücherei Wien! Geiselnahmen!
Mord und Totschlag! Und abgetrennte Körperteile! Die besten Schnüffler sind im Einsatz, vor täglich wechselnden Zeugen, die sich bestens amüsieren.
Diesen Sommer geht's heiß her, schwere Jungs und durchtriebene Damen ziehen einen Coup nach dem anderen durch, vertreten ihre Interessen ohne Rücksicht auf Verluste, drei Monate lang, bis 12. September 2010.
Wo: Am Dach der Hauptbücherei Wien, 1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a
Filmbeginn jeweils 21:30 Uhr, bei unklaren Wetterverhältnissen verrät die Nummer +43 699 1287 15 00, ob der Film gestartet wird.
Tickets: 7,50 oder ermäßigt 6 Euro
www.kinoamdach.at


Foto: Walt Disney Studios Motion Pictures Austria
„Oben“ mit Otto Schenk und Karlheinz Böhm
Der 3D-Animationsfilm von den Machern von „Ratatouille“ und „Wall-E“ eröffnete dieses Jahr die Filmfestspiel in Cannes. In der von den Walt Disney Studios Motion Pictures Austria eigens produzierten Österreich-Version spricht Otto Schenk die Hauptfigur Carl Fredricksen, Karlheinz Böhm den verrückten Wissenschafter Charles Muntz.
Der Himmel ist die Grenze? Nicht für Carl Fredricksen, der sich im Alter von 78 Jahren einen Lebenstraum erfüllt: Eine Reise in das Amazonas-Gebiet. Er befestigt Tausende von Luftballons an seinem Häuschen und schwebt damit in den Himmel. Als Carl bereits in der Luft ist, entdeckt er den achtjährigen Pfadfinder Russel auf seiner Veranda und hat somit keine andere Wahl, als diesen auf seiner Reise mitzunehmen. Auf die beiden warten jede Menge Abenteuer und Erlebnisse, bevor Carl seinen Co-Piloten endlich in sein Herz aufnimmt und die beiden ein eingeschworenes Team werden.
Otto Schenk spricht den mürrischen ehemaligen Ballonverkäufer Carl Fredricksen. „Er hat ein schweres Leben hinter sich und wird aufs Abstellgleis geschickt, was er sich nicht gefallen lässt. Da mobilisiert er die Fantasie und entflieht diesem Abschub“, beschreibt Otto Schenk die von ihm verkörperte Hauptfigur. „Ich habe mein ganzes Leben Sorgen, Ängste, Schwierigkeiten, Blamagen gespeichert, so dass die von Carl Fredricksen auch in meinem Inneren auffindbar und verwendbar sind.“
Kinostart in Österreich, zusammen mit dem Vorfilm „Teilweise Wolkig“: 17. September 2009 (in ausgewählten Sälen auch in Disney Digital 3D!)


Foto: Thomas Kirschner,
www.thomaskirschner.com
Plastik Planet
Dokumentarfilm von Werner Boote
Super-8-Filmsequenzen, offensichtliche Privataufnahmen zeigen ein Kind, das Plastik liebt. Auch das ist Werner Boote. All die wunderbaren, knallbunten und vor allem gut riechenden Spielsachen hat er von seinem Großvater bekommen, der in den 60er Jahren Geschäftsführer der deutschen Interplastik-Werke war. Nur die kindliche Liebe ist längst einer erwachsenen Ernüchterung gewichen.
Hat das Plastik-Zeitalter, so wie es der Traum von Bootes Großvater war, wirklich unsere Lebensqualität verbessert?
Ein Treffen mit der Zoologin Theo Colborn, Professorin an der Universität Florida, stellte für Werner Boote ein Schlüsselerlebnis dar, das ihm die Gesundheitsgefährdung durch Kunststoff verdeutlichte.
Werner Boote versteht sich selbst nicht als dezidierter Umweltaktivist: „Ich habe den Film aus der Sicht eines Konsumenten gedreht. Wenn man sich länger mit dem Thema beschäftigt, kommt man zu bestimmten Ergebnissen, die ich in dem Film dargestellt habe.“
Sicher, die Gesundheitsgefährdung geht nicht so weit, dass jemand, der aus einer Plastikflasche trinkt, zwei Stunden später den Arzt rufen muss. Doch die Dokumentation zeigt die möglichen gesundheitsschädigenden Konsequenzen, die in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt sind. Zum Nachdenken und zu bewusstem Konsum sollte er auf jeden Fall anregen. Dass jemand, der den Film gesehen hat, immer noch nicht versteht, warum er den Kunststoffverbrauch einschränken sollte - das, so Boote, würde dann er wiederum nicht verstehen.
„Sinn und Zweck des Films ist es, auf die mit Kunststoff verbundenen Gefahren aufmerksam zu machen“, fasst Boote seine klare Botschaft zusammen. Kunststoff sei zwar ein großer Fortschrittsmotor, doch bringe er auch Gefahren mit sich, die von der Kunststoffindustrie nicht kommuniziert werden. Durch den Film werde die Industrie hoffentlich mit mehr Fragen konfrontiert und dazu bewegt, die Menschen besser aufzuklären.“
Drehbuch und Regie: Werner Boote
Produktion: Thomas Bogner, Daniel Zuta
Vertrieb: www.thimfilm.at
www.plastic-planet.at
Kinostart: 18. September 2009


Foto: Stadtkino Wien
RIMINI
Alex, von Beruf Projektleiter eines Autoteilezulieferers, hat plötzlich die ungeheure Erkenntnis, dass in seinem Leben auch andere Wege als die nahe liegenden begehbar sind. Seine Unzufriedenheit steht im Kontrast zu der geordneten Welt des Kriminalbeamten Hans, der jedoch durch eine einmalige Entgleisung vollständig aus seinem Lebensentwurf gerissen wurde. Sein Versuch, sich zu rehabilitieren, ist die Verfolgung von Jugendlichen, die spontane Übergriffe auf Passanten mit dem Handy aufzeichnen, während Alex in der Filmstudentin Siggi eine Möglichkeit sieht, sein Leben neu entwerfen zu können. Zwei Wege also, mit mehr oder weniger tauglichen Mitteln ans Ziel zu kommen.
Regie: Peter Jaitz
Drehbuch: Peter Jaitz, Libertad Hackl
Darsteller: Robert Reinagl, Andreas Winter, Sissi Noé, Lara Felsenreich, Clemens von Baeckmann, u.a.
Auszeichnungen: Bester Schnitt Diagonale 2009
Kamera: Michael Schindegger
Schnitt: Anja Schürenberg
Musik: Alexander Kral
Ton: Thomas Egger, Matthias Ermert, Wolfgang Mohaupt, David Seitz
Produktion: Filmakademie Wien, Produzentin: Lucia Schrenk
Verleih: Stadtkino Wien
Kinostart: 25. September 2009
www.stadtkinowien.at


Foto: X-Verleih AG
DAS WEISSE BAND
Von Michael Haneke
Schon vor der Vergabe der Goldenen Palme in Cannes hatte Hanekes Film den „International Critics' Prize“ des Filmkritikerverbandes Fipresci gewonnen. Außerdem erhielt der Wettbewerbsbeitrag eine lobende Erwähnung der ökumenischen Jury des Festivals.
Es ist – abgesehen von der Kafka-Verfilmung „Das Schloss“ – der einzige Film Hanekes, der nicht in der Gegenwart spielt, sondern 1913/14, in den letzten Friedensmonaten vor dem Ersten Weltkrieg.
Das große Völkerschlachten könnte nicht weiter entfernt sein als in diesem friedlichen Dorf in der norddeutschen Tiefebene. Die Kamera blickt in einem die Kontraste entschärfenden Schwarzweiß in aller Seelenruhe über wogende Ährenfelder auf einen endlosen Horizont; in dem kleinen Dorf, wo kein Zentimeter Asphalt liegt und das Fahrrad das modernste Fortbewegungsmittel darstellt, ist alles, wie es immer war und voraussichtlich weitere 100 Jahre bleiben wird.
Haneke wäre nicht Haneke, wenn er nicht baldigst das Böse in die Idylle einbrächte. Der Dorfdoktor wird bei einem Reitunfall schwer verletzt, und man findet einen zwischen Bäumen gespannten Draht, der sein Pferd zu Fall brachte. Es bleibt nicht das einzige mysteriöse Ereignis der kommenden Monate. Eine Arbeiterin kommt im Sägewerk zu Tode, eine Ernte wird vernichtet, ein geistig behinderter Junge grausam gequält.
Der plötzliche Einbruch des Bösen war – von „Bennys Video“ bis „Caché“ – stets eine Konstante in Hanekes Werk. Er hat allerdings stets vermieden, Erklärungen mitzuliefern.
Im Gegensatz zu sonst suggeriert Haneke diesmal dem Zuschauer allerdings eine wahrscheinliche Lösung. Das hängt damit zusammen, dass er diesmal auch eine plausible Erklärung für den Ursprung der Gewalt anbietet. In der Tat ist die Erklärung von der ersten bis zur letzten Szene auf der Leinwand zu sehen.
In unheiliger Koexistenz finden sich in diesem Dorf nämlich pastorale Idylle und repressive Strukturen. Der gleiche freundliche Arzt (Rainer Bock), der Kleinkinder vor dem Erkältungstod rettet, behandelt seine Haushälterin in menschenverachtender Weise.
Der gleiche respektierte Gutsherr (Ulrich Tukur), der sich beim Erntedankfest nicht lumpen lässt, nutzt seine Machtstellung rücksichtslos aus. Der gleiche fromme Pastor (Burghart Klaußner), der sich um seine Schäfchen kümmert, verhängt daheim maßlose Strafen. Dem pubertierenden Sohn werden nachts die Hände am Bettrand festgebunden, die Tochter muss für ein geringfügiges Vergehen wochenlang ein weißes Band im Haar tragen, als Erinnerung an die Tugend, die weiße, von deren Pfad sie abwich.
Nun ist das obrigkeitsstaatliche Denken als Erklärung für den Ersten (und Zweiten) Weltkrieg bei weitem nicht neu, vom „Untertan“ bis zu „Im Westen nichts Neues“; allerdings haben wir dies kaum je so auf die kleinsten Einheiten der Dorf- und Familiengemeinschaft herunter gebrochen gesehen. (Hanns-Georg Rodek, Die Welt)
DAS WEISSE BAND:
Buch und Regie:  Michael Haneke
Kamera: Christian Berger
Ausstattung: Christoph Kanter
Kostüm: Moidele Bickel
Ton: Guillaume Sciama
Schnitt: Monika Willi
Produktionskoordination: Ulrike Lässer, Manuela Groh
Produktionsleitung: Miki Emmrich
Ausführender Produzent: Michael Katz
Produzenten: Veit Heiduschka, Stefan Arndt, Margaret Menegoz, Stefano Massenzo
Produktion: Wega-Filmproduktion / X Filme Creative Pool (D) / Les Films du Losange (F) / Lucky Red (I)
Mit: Christian Friedel, Ulrich Tukur, Burghart Klaußner, Josef Bierbichler, Susanne Lothar, Rainer Bock, Leonie Benesch und vielen Kindern
Weltvertrieb: Les Films du Losange
Format: 150 min, 35mm, S/W, 1:1,85, © 2009
www.wega-film.at
Kinostart in Österreich: September 2009
Kinostart in Deutschland: 15. Oktober 2009
(vorverlegt aufgrund des Erfolges in Cannes! www.dasweisseband.x-verleih.de)


Foto: Mischief Films
DER WEG NACH MEKKA Die Reise des Muhammad Asad
Dokumentarfilm von Georg Misch
Auf den Spuren von Leopold Weiss, 1900 in Lemberg geboren und in Wien durch seine jüdische Familie streng gläubig erzogen, führt die Reise zunächst von den Randgebieten der ehemaligen Donaumonarchie nach Israel, mit Stationen in Palästina, Saudi-Arabien, Pakistan und New York. Auf seinen Reisen lernt Leopold Weiss den Orient kennen, wird von ihm in seinen Bann gezogen, konvertiert zum Islam und setzt seine Reise fort als Muhammad Asad.
Den Großteil seines Schaffens widmet der Visionär Asad dem Entblättern des Wesens der islamischen Religion. Der vergessene Autor, Philosoph, Träumer sowie Gründervater und UN-Botschafter Pakistans, der neben seinen Schriften über Weltbild, Recht und Philosophie des Islam, mit seiner Koranübersetzung das moderne theologische Denken dieser Religion immens beeinflusste, blitzt über die Komposition des Filmes immer wieder auf. Noch heute gilt seine Übersetzung unter Wissenschaftlern und Akademikern als die beste überhaupt. Durch sein Wirken wurde Asad zu einem der bedeutendsten Kulturvermittler zwischen der abendländischen Kultur und jener des Orients.
DER WEG NACH MEKKA folgt den Lebensstationen eines intellektuellen Abenteurers, Politikers und Bestsellerautors, der mit seinem Werk und seinem Vermächtnis, Verständnis zwischen Ost und West schaffen wollte. Die heutigen Kontakt- und Konfliktpunkte der Religionen werden aus einem neuen Blickwinkel untersucht und gezeichnet. Berührend sind die neben biographischen Einzelheiten montierten Textzitate, private Fotografien und Filmaufzeichnungen, welche Lebenswelten, Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Religion und unterschiedlichen Lebenswegen sichtbar machen.
A 2008, 92 min, OmU, HDV, 35mm, Dolby Digital
Buch: Georg Misch
Regie: Georg Misch
Kamera: Joerg Burger
Ton: Hjalti Bager-Jonathansson
Schnitt: Marek Kralovsky
Musik: Jim Howard
Wissenschaftliche Berater: Miriam Ali de Unzaga und Günther Windhager
Produzent: Ralph Wieser
Produktionsleitung: Peter Janecek
Produktion: Mischief Films
Verleih: Poool Filmverleih
Kinostart: September 2009
www.derwegnachmekka.com


Foto: Polyband
TORTUGA
DIE UNGLAUBLICHE
REISE DER MEERESSCHILDKRÖTE

erzählt von einer der außergewöhnlichsten Wanderungen in der Tierwelt.
Geboren an einem Strand in Florida begibt sich eine kleine Unechten Karettschildkröte, die bekannteste Vertreterin der Meeresschildkröten, auf eine gefährliche und aufregende Reise. Seit über 200 Millionen Jahren ist es dieselbe Route, die schon ihre Vorfahren bewältigten. So macht auch sie sich auf und folgt dem Golfstrom Richtung Antarktis. Sie durchschwimmt den gesamten Nordatlantik bis nach Afrika, um dann wieder zurückzukehren.
Foto: Outline Pictures
Doch nur eine von zehntausend Meeresschildkröten überlebt und kehrt nach einer 25-jährigen Odyssee an ihren Ursprungsort, dem Strand in Florida, zurück um dort ihre Eier abzulegen. Wird die Meeresschildkröte den vielfältigen Gefahren des Ozeans trotzen und so den ewigen Kreislauf ihrer Vorfahren fortsetzen?
Die Natur birgt unendlich viele Geheimnisse. Nick Stringer, Emmy-Preisträger und langjähriger Regisseur hochkarätiger BBC-Dokumentationen, in seinem ersten Kinofilm einem dieser Geheimnisse auf der Spur. Mit modernster Technik und sagenhaftem Gespür für den Ozean entführt Rory McGuinness, einer der besten Unterwasser-Kameramänner der Welt, die Zuschauer in einen so noch nie gezeigten, faszinierenden Kosmos. Die Verfilmung der Schildkrötenreise vereint alle Elemente eines großartigen Epos: Spannung, Abenteuer, Dramatik und Hoffnung.
Da Schildkröten ihren Instinkten folgen und somit nicht lenkbar oder „manipulierbar“ sind, wurde in der Postproduktion digital „nachgeholfen“. Allegro Film (www.allegrofilm.at), die österreichische Co-Produktionsgesellschaft der Britisch-Deutsch-Österreichischen Kinofilm Dokumentation, beauftragte die junge Wiener Filmproduktionsgesellschaft Outline Pictures mit über 50 VFX- und CGI-Einstellungen im Zuge der Postproduktion der Dokumentation.
Ziel war es – unter der Leitung des britischen Visual Effects Supervisors Alister Ferguson, der auch beim Dreh in Florida vor Ort war – mit photorealen 3D-Elementen sowie Animation und visuellen Effekten ein authentisches Meereserlebnis für den Zuschauer zu kreieren.
Originaltitel: Turtle: The Incredible Journey                          
Produzent/Producer: Sam Taylor, Mike Downey, Zorana Piggott, Sarah Cunliffe, Helmut Grasser, Helmut Weber, Thomas Springer
Produktion/Production: Film and Music Entertainment Ltd., Big Wave, Tradewind Pictures GmbH, Allegro Filmproduktions GesmbH
Regie und Drehbuch: Nick Stringer
Kamera: Rory Mc Guinness
Tonschnitt: Ian Brown, James Burchill, Sabine Maier
Schnitt: Richard Wilkinson, Sean Barton
Visual Effects: Outline Pictures, www.outline-pictures.com
(Producer: Christoph J. Heinzel; Digital Artists: Daniel Flax, Jens Riedesser, Johannes Huber-Pock)
Sprecher: Miranda Richardson - Originalversion
Hannelore Elsner - deutsche Fassung        
Weltpremiere: Toronto International Film Festival 2009
Kinostart: 1. Oktober 2009 (in Deutschland, Österreich, Italien, Belgien, Niederlande, Luxemburg)
www.saveourseas.com/turtlefilm, www.tortuga-derfilm.de


Foto: polyfilm
Gourbet – In der Fremde
Kenan Kiliç erzählt in „Gurbet“ aus dem Leben türkischer „Gastarbeiter“ der so genannten ersten Generation – und damit ein kleines Stück österreichische Sozialgeschichte. Dafür hat er neun türkische Männer und Frauen begleitet, deren Hoffnungen auf ein neues Leben von der österreichischen Realität eingeholt wurden: Der Traum von der kleinen Landwirtschaft oder der Tischlerei in Istanbul sollte mit dem Geld aus Wien endlich wahr werden, doch die aufstrebende europäische Wirtschaftsmaschinerie – mittels schwarzweißer Arbeitsbilder wiederholt als Fließbandproduktion illustriert – war nur an der Arbeitskraft interessiert, nicht an den Menschen. Anhand mehrerer Einzelschicksale zeichnet Kiliç den Alltag zwischen zwei Welten, ordnet die Erzählungen weitläufig nach den Themen Religion, Sprache und Politik, um nach einer Stunde Wien Richtung Istanbul zu verlassen. Vom Bahnhof Sirkeci als „Tor zum Westen“ geht es weiter in die Dörfer, in denen die alten Männer, die eben keine Heimkehrer sind, nicht einmal die Namen aller Mitglieder der Großfamilie kennen. Und gerade hier wird erst so richtig deutlich, was einer der Protagonisten meint, wenn er sich „wie auf einer schnurlosen Schaukel“ fühlt.
Was „Gurbet“ in erster Linie auszeichnet, ist seine Nüchternheit. Wie schon in seinem Langfilmdebüt „Nachtreise“ (2002) geht Kilić auch diesmal der inneren Leere nach, die in den Menschen entsteht, wenn sie ihrer Wurzeln entrissen werden. Kiliç lässt seine Protagonisten – wohlweislich auf Türkisch – von ihren Erfahrungen berichten und behält dennoch über diese zahlreichen beruflichen und privaten Schilderungen weitgehend sein Thema vor Augen.
Regie, Drehbuch, Schnitt: Kenan Kiliç
Kamera: Kenan Kiliç, Robert Angst
Ton: Matthias Kiliç
Musik: Metin Meto
Produktionsleitung: Monika Maruschko, Andreas Ungerböck
www.gurbet.at
Kinostart: 2. Oktober 2009
www.polyfilm.at


Leopold Wallisch (Fritz Karl),
Krotznig (Roland Düringer)© Petro Domenigg - Thimfilm
DER FALL DES LEMMING
Nikolaus Leytners Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stefan Slupetzky ist eine skurrile Kriminalgeschichte voll schwarzem Humor und Wiener „Schmäh“, gedreht an Originalschauplätzen vom Kahlenberg bis zum Wurstelprater.
Leopold Wallisch (Fritz Karl), Spitzname «Lemming», ist auf Betreiben seines bösartigen Kollegen Krotznig (Roland Düringer)  aus der Mordkommission entlassen worden und spioniert für eine kleine Wiener Privatdetektei potentiellen Ehebrechern hinterher. Als einer der von ihm Überwachten ermordet wird, will er den Fall selber aufklären. Der Ex-Polizist und Private-Eye wider Willen wird aber selbst zum Hauptverdächtigen und verliert damit nicht nur seinen Fall, er hat auch seinen früheren Vorgesetzten Krotznig „im G’nack“, einen fremden Hund im Bett, eine hübsche Tierärztin (Julia Koschitz) im Kopf und eine Gruppe von Schülern in dringendem Verdacht – weil sie allesamt Lügengeschichten erzählen.
Produktion: Allegro Film (www.allegrofilm.at)
Verleih: ThimFilm
Regie: Nikolaus Leytner
Drehbuch: Agnes Pluch
Kamera: Hermann Dunzendorfer
Original Filmmusik komponiert und produziert von Matthias Weber „Ned einsogn“, Komposition: Klemens Lendl und David Müller, Text: Klemens Lendl, Performed by DIE STROTTERN
Kinostart Österreich: 2. Oktober
www.lemming-derfilm.at


Foto: Mobilefilm Filmproduktion
little alien
Kino-Dokumentarfilm von Nina Kusturica
Teenager, die aus Krisenregionen in aller Welt geflohen sind, kämpfen für ein neues Leben in einem fremden Land. Meist sind sie vollkommen auf sich allein gestellt, und meist haben sie nichts mehr als ihre Angst, ihr Heimweh und ihre Erinnerungen an den erlebten Horror. „Little Alien“ zeigt die Lebensrealität einiger dieser Jugendlichen, die bürokratischen Hürden bis zum Asylbescheid, die Normalität in der Not. „Wenn ich in Afghanistan geblieben wäre, hätten sie mich erschossen und ich hätte meine Ruhe“, meint einer. „Sag das denen hier, und sie erschießen dich auch“, erwidert lapidar ein anderer.
Wer im österreichischen Bundesasylamt bei einem Automaten nach hilfreichen Informationen sucht, wird mit Klängen des Donauwalzers begrüßt. „Denken Sie daran, den Schlepperorganisationen geht es um Ihr Geld, nicht um Sie als Mensch.“ – so lautet dann allen Ernstes eine erste Empfehlung. Die Szene aus Nina Kusturicas „Little Alien“ verdeutlicht nicht nur, dass die Realität an Aberwitz kaum zu überbieten ist. In seiner unverbindlichen Anonymität zeigt der Automat auch genau die Rückseite dieses Dokumentarfilms auf. Dem Zugriff des Staates, der Flüchtlinge nur zu verwalten weiß, setzt er einen emphatischen Blick auf minderjährige Asylsuchende entgegen; einen Blick, der um die Besonderheit jedes Menschen weiß, ohne sich auf eine Politik der Anteilnahme zu beschränken. Kusturica arbeitet, wenn man so will, in einem orthodoxen Sinne dokumentarisch: Der Flüchtling wird bei ihr zu keiner Figur, mit der sich die eigene humanistische Gesinnung ausstellen lässt. Er bleibt ein „nackter Mensch“, der unter den Augen eines geduldigen Beobachters ein konkretes Umfeld, seine Anschaulichkeit zurück erhält – so prekär diese auch sein mögen. In der Umsetzung bedeutet dies vor allem ein umsichtiges Begleiten, und zwar weniger durch die Stationen einer Flucht als durch jene Zone, die zwischen dem Antrag und der (Nicht-) Gewährung des Asyls liegt. Eine Zone der Unbestimmtheit, in der jeder Status, jedes Gefühl des Ankommens und – vor allem – jede Sicherheit nur vorübergehend ist. Asha und Nura, zwei junge Frauen aus Somalia, sowie Alem und Jawid, zwei Jugendliche aus Afghanistan, bilden die beiden zentralen Paare, um die Kusturica eine Form von Normalität im Ausnahmezustand festhält. In erhöhtem Tempo reihen sich die Beobachtungen zum Bild einer Passage, bei der unklar bleibt, wohin sie führt. In Gesprächen mit juristischen Beratern wird vor allem die Uneinschätzbarkeit der laufenden Verfahren transparent – eine Desorientierung, die der Film eher unterstreichen als überwinden will. „Little Alien“ kann seine Protagonisten auch immer nur bis zu jenen Türen von Institutionen begleiten, hinter denen dann über sie entschieden wird. Die Macht und Gewalt der Bürokratie liegen außerhalb des Films: In den Asylämtern wurde Kusturica das Drehen untersagt.
LITTLE ALIEN, Kino-Dokumentarfilm, 2009, 94 Min. OmdU
Regie, Buch:  Nina Kusturica
Kamera: Christoph Hochenbichler
Ton: Atanas Tcholakov, Nina Kusturica
Schnitt: Julia Pontiller, Nina Kusturica
Sound Design: Johannes Konecny
Produzentinnen: Nina Kusturica, Eva Testor
Produktion: Mobilefilm Produktion
Welturaufführung - 19.03.2009 auf der Diagonale 09 in Graz
Kinostart Österreich: Oktober 2009
www.littlealien.at, www.mobilefilm.at


Foto: Stadtkino Wien/Novotny & Novotny
Blutsfreundschaft
Der hierzulande eher als Underground-Regisseur geltende Peter Kern ist alles andere als ein Mainstream-Typ. In Österreich eilt dem 60-jährigen Schauspieler, Autor und Regisseur der Ruf des Trash- und Low-Budget-Regisseurs voraus. Doch Peter Kern blickt auf viele Jahre künstlerische Arbeit in renommiertem internationalem Umfeld zurück. Zwanzig Filme hat er mittlerweile als Regisseur gefertigt. In Deutschland arbeitete er unter anderem mit den Regisseuren Rainer Werner Fassbinder und Wim Wenders, bevor er 2001 für eine Burgtheater-Inszenierung unter Peter Zadek nach Wien zurückkehrte.
Mit „Blutsfreundschaft“ bringt er nun eine Arbeit ins Kino, mit der er neuerlich auf die aktuellen politischen Verhältnisse Bezug nimmt. In der Hauptrolle brilliert Helmut Berger, der den gebrochenen Ex-Nazi Gustav Tritzin­sky in bestechender Art mimt.
Die Geschichten der beiden Hauptfiguren, des 80-jährigen schwulen Wäschereibesitzers Gustav Tritzin­sky und des 16-jährigen beschäftigungslosen Neonazis Axel, nehmen ihren Ausgangspunkt in zwei völlig gegensätzlichen Randgruppen der österreichischen Gesellschaft. Hier die brutale, blind lenkbare Gemeinschaft der Rechtsradikalen mit ihrer in Entstehung begriffenen neuen Heimatpartei. Dort die körperbetonte, bunte Schwulenszene, die in ihrer gesellschaftlichen Stellung ein ähnliches Außenseiterdasein fristet. „Blutsfreundschaft“ erzählt von Gustav Tritzin­skys Begegnung  mit dem jungen Axel, der nach einer Messerstecherei in dessen Geschäft unterschlüpft. Der alte Herr fühlt sich von dem rebellischen Jugendlichen  an seine Jugendliebe erinnert, die er in jungen Jahren - damals als Angehöriger der Hitlerjugend - verraten hatte. Die nicht mehr los zu werdende Schuld der ehemaligen Nationalsozialisten ist das eine österreichische Thema des Films. Zweites großes Thema ist die heimische Rechtsradikalenszene, wobei der politische Konnex zur realen Situation eindeutig ist. Insgesamt legt Peter Kern einen ur-österreichischen Film vor, mit österreichischer Sprache, österreichischen Schauspielern, österreichischer Szenerie und österreichischen Inhalten. In der Hauptrolle brilliert der alternde, aber großartige Helmut Berger, der den gebrochenen Ex-Nazi Gustav Tritzin­sky in bestechender Art mimt. In weiteren Rollen zu sehen: Heribert Sasse, Manuel Rubey, Gregor Seberg und Jazz Gitti. Ein Film mit immer noch durchschimmerndem Low-Budget Charakter, mit einer Menge Energie und einem Faible fürs Extreme, zu finden etwa in den Gewaltausbrüchen der Neonazis oder im Körperkult der Schwulenszene. Erneut ein kompromissloser Film von Peter Kern, in dem der Regisseur auch politisch Stellung bezieht und nicht hinter dem Berg hält, welche Seite er die für die Richtige hält.
TEAM
Regie: Peter Kern
Drehbuch: Peter Kern , Frank Maria Reifenberg
Kamera: Peter Roehsler
Ausstattung: Hannes Salat
Kostüm: Maurizio Giambra
Maske: Sam Dapona
Ton: Odo Grötschnig
Schnitt: Petra Zöpnek
Produktionsleitung: Sandra Gigerl
Produzent: Franz Novotny
Kopierwerk und Tonmischung: Synchro Film Video und Audio GmbH
Verleih: Stadtkino Wien
Weiterer Vertrieb: Unter dem Titel „Initiation“ vertreibt EastWest Filmdistribution (www.blutsfreundschaft.at, www.eastwest-distribution.com) den Film mit englischen Untertiteln.
Kinostart Österreich: 5. November 2009


Foto: Lunafilm.at
Die kleinen Bankräuber
Kinostart in Österreich: 20. November
Der Eröffnungsfilm des Internationalen Kinderfilmfestivals 2009 in Wien (14. bis 22. November 2009, www.kinderfilmfestival.at), in der Karl Markovics einen herrlich komischen „bösen“ Bankdirektor mimt, erzählt die Geschichte des kleinen Robby und seiner Schwester Louise, die ihren in Not geratenen Eltern helfen wollen. Wie es ihnen mit List gelingt, zunächst eine Bank auszurauben und schließlich sogar den schurkischen Bankdirektor zur Strecke zu bringen, erzählt dieser Familienfilm auf höchst vergnügliche Weise für Kinder ab fünf Jahren und natürlich für alle Junggebliebenen.
Lettland/Österreich 2009, 77 Min., eine Koproduktion von Studio F.O.R.M.A./Riga und MINI Film/Wien
Regie: Armands Zvirbulis
Vertrieb Ö: Lunafilm.at
www.minifilm.at


LOURDES
Der neue Film von Jessica Hausner, die österreichisch-deutsch-französische Ko-Produktion "Lourdes", feierte als österreichischer Beitrag im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Venedig am 4. September 2009 seine Weltpremiere.
Der Film beschreibt den Widerspruch vom Glauben an das Gute im Angesicht von Willkür und Vergänglichkeit an Hand der Geschichte einer 32-jährigen gelähmten Frau, die nach Lourdes reist und dort, obwohl nicht annähernd fromm, geheilt wird. Gedreht wurde ausschließlich in Lourdes.
„Lourdes“ ist laut Jessica Hausner ein böses Märchen, eine Einschlafphantasie oder ein Albtraum. Kranke und Sterbende aus aller Welt fahren nach Lourdes, um doch noch gesund zu werden, sie hoffen auf ein Wunder, weil in Lourdes eben noch Wunder geschehen. Schrecklich nur, dass Gott gibt und nimmt wie er Lust hat und seine Absicht einem verborgen bleibt.
LOURDES (A / D / F 2009)
Regie und Buch: Jessica Hausner
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Karina Ressler
Produzenten: Martin Gschlacht, Susanne Marian, Phlippe Bober
Mit: Sylvie Testud, Linde Prelog, Heidi Baratta, Hubsi Kramar, Petra Morzé, Elina Löwensohn, Gerhard Liebmann, Léa Seydoux, Bruno Todeschini, u.a.
Verleih: Stadtkino Wien
Kinostart: Winter 2009/10
www.coop99.at


Foto: Poool Filmverleih
DIE FRAUENKARAWANE
(Originaltitel: WINDS OF SAND, WOMEN OF ROCK)
Jeden Sommer, wenn die Gerüchtebörse die baldige Reife der Datteln über die Wüste zu den Toubou, einem Nomadenvolk im Südosten der Sahara, trägt, machen sich die Frauen auf eine 1.500 Kilometer lange Reise. Mit Dolchen bewaffnet, ihre Kinder im Schlepptau, ziehen sie mit ihren Kamelen los, um in den Oasen im Norden Nigers Datteln zu ernten und diese im Süden zu verkaufen. Der Weg ist beschwerlich, doch ein mögliches Verirren, Wassermangel, die Geburt eines Kindes unterwegs oder die lange Abwesenheit schrecken die Frauen nicht ab. Nur das Ergebnis zählt: Mit den Erträgen können sie die notwendigen Waren erwirtschaften, um ihre Familien ein ganzes Jahr zu ernähren, ohne Tiere verkaufen zu müssen. Die ökonomische Unabhängigkeit, die sie dadurch erlangen, ist der Schlüssel zu ihrem Stolz und Selbstverständnis.
Wenn Domagali, die Anführerin der Karawane, meint, dass die Reise auch in Zukunft unternommen werden soll, so bietet sie für Amina und Mariama, die von einem modernen Leben träumen, einen ganz anderen Anreiz. Fern von ihren Männern teilen sie - Nomadenfrauen unter sich - ihre Geheimnisse.
Credits:
Nach einer Idee von: Christoph Gretzmacher BE / A / F 2009
Gerhard Auenheimer
Regie: Nathalie Borgers
Drehbuch: Nathalie Borgers
Kamera: Jean-Paul Meurisse
Schnitt: Dieter Pichler
Musik: Thierry Zaboitzeff
Produzenten: Sebastién Delloy
Erich Lackner
Diana Elbaum
Assoziierte Produzentin: Ursula Wolschlager
Verleih Österreich: www.poool.at
Bei der Viennale 2009 in Wien feierte der Dokumentarfilm Premiere.
Kinostart Österreich: 15. Jänner 2010
www.diefrauenkarawane.at