Wiener Filmpreise: MICHAEL und DER PROZESS
Im Rahmen der Abschlussgala der Viennale 2011 am 2. November 2011 wurden die Wiener Filmpreise in den Kategorien Spielfilm und Dokumentarfilm vergeben. Jede der beiden gleichwertigen Auszeichnungen ist mit Geldspenden und Sachwerten in Höhe von 11.500 Euro dotiert.
Die Jury des Wiener Filmpreises setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: der Modedesignerin Eva Poleschinski, der Sängerin Violetta Parisini, der Schauspielerin Loretta Pflaum und der Schriftstellerin Lydia Mischkulnig sowie einem Mitglied des Künstlerkollektivs gelitin.
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| Foto: Nikolaus Geyrhalter Film |
Spielfilm: MICHAEL
Markus Schleinzer, Österreich 2011 (Produktion: Nikolaus Geyrhalter Film)
Auszug aus der Jurybegründung: "Markus Schleinzer zeigt die Erbärmlichkeit der Macht und zwingt uns, verstörende aber nötige Fragen an uns und unsere Gesellschaft zu stellen."
Michael Schleinzer im MEDIA BIZ Interview mit Gabrielle Schultz: „Was mich immer sehr beschäftigt hat, ist das Thema der Unzulänglichkeit des Menschseins. Je älter ich werde, desto erleichternder empfinde ich Unzulänglichkeit. Das ist etwas, das mich an Menschen interessiert und berührt. Michael möchte wie alle Menschen geliebt werden, er erschafft sich seine eigene Welt, seine eigene synthetische Idylle genau wie alle anderen Menschen. Einer meiner Lieblingsfilme ist „Songs from the second floor“ von Roy Andersson, in dem er die Unzulänglichkeit von Menschen in lakonischer Manier darstellt, ohne sie zu denunzieren. Ich wollte in meinem Film der Figur des Kindes und des Erwachsenen seine Würde lassen. Auch wenn es sehr schwer fällt, der Figur des Täters seine Würde zu lassen.“
„Michael“ läuft seit 2. September im Kino.
www.michaelfilm.com
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| Foto: FrameLab Film |
Dokumentarfilm: DER PROZESS
Gerald Igor Hauzenberger, Österreich 2011 (Produktion: FrameLab Film)
Auszug aus der Jurybegründung: "Gerald Igor Hauzenberger erhält den Preis für seine konsequente Begleitung des Kampfes einer Gruppe Tierschützer gegen die Justizmühlen Österreichs."
Regisseur Gerald Igor Hauzenberger drehte eine Kinodokumentation über den spektakulären Prozess gegen 13 österreichische Tierschützer, die im Vorjahr nach dem „Mafia-Paragrafen“ 278a angeklagt worden waren. In „Der Prozess“ führt er auf beklemmende Weise vor, wie das Vorgehen gegen aufmüpfige Aktivisten in einem Polizei- und Justizskandal mündete.
„Der Prozess“: Kinostart am 25. November 2011
Weitere Einblicke über diese Dokumentation und seine Entstehung gewinnen Sie in der Novemberausgabe von MEDIA BIZ und unter www.derprozess.com
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