Magazin
N E W S

Juni 2010
Nr. 161


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Das internationale Zeichen für induktive Höranlagen.
Und er macht, dass die Tauben hören
Evangelium nach Markus 7, 37

Kein neues Wunder auf Erden. Wer schwerhörig ist, hat es schwer. Vor allem, wenn es darum geht, sich mit einem Hörgerät in einer immer öfter verstärkten Welt zurechtzufinden. Dabei ist eine aktive Unterstützung für Menschen mit Hörgerät einfach und nicht teuer, meint Ing. Alfred Sturma, Inhaber der Firma ACS Akustik.
Text: Georg Burdicek


Immer mehr Menschen leiden unter einer mehr oder minder stark ausgeprägten Schwerhörigkeit – man geht von bis zu 20 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Viele sind sich ihrer Schwerhörigkeit entweder nicht bewusst oder ignorieren sie. Stattdessen nehmen sie lieber deutliche Einbußen an Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität in Kauf, als die eigene Schwerhörigkeit anzunehmen und Hörgeräte zu tragen. Zum anderen steht Schwerhörigkeit aber auch für das Stigma einer Behinderung und wird mit körperlicher oder auch geistiger Schwäche assoziiert.
Alltägliche Dinge können nicht mehr oder zumindest nicht mehr so einfach wie bisher bewerkstelligt werden: Besonders die Sprachverständlichkeit in einem zunehmend lauter werdenden Lebensraum wird problematisch. Abhilfe oder zumindest Verbesserung kann hier eine alte Entwicklung schaffen: Die so genannte T-Spule. Diese Spule, die in so gut wie jedem Hörgerät zu finden ist, ermöglicht es, induktive Signale direkt in akustische Signale umzusetzen und diese ohne jede Nebengeräusche für den Hörgeräteträger zu verstärken. Ursprünglich dafür entwickelt, um Hörgeräte einfach an elektrodynamische Telefonlautsprecher (daher auch der Name) anzukoppeln, kann man sie mit jedem beliebigen induktiven Signal füttern.

Vorteile der induktiven Höranlage
„Aber Induktionsanlagen klingen doch grauslich!“, so lautet ein oft geäußertes Vorurteil, das aber mittlerweile jeder Grundlage entbehrt. Mit moderner Technik und dem notwendigen Know-how lassen sich hochwertige induktive Höranlagen relativ leicht errichten. „Wir erreichen zwar keine HiFi-Qualität, aber ein Frequenzgang von 50 bis 5.000 Hertz muss realisiert werden und wird oft sogar überschritten“, so Ing. Alfred Sturma,  Inhaber von ACS-Akustik und einer der Experten, der sich intensiv mit der Induktivtechnik beschäftigt.
Auf jeden Fall ist eine induktive Höranlage hochqualitativer als das Signal, das ein Hörgerät über sein Mikrofon aufnehmen kann. „Stellen Sie sich eine typische Beschallungssituation vor: Der Redner spricht ins Mikrofon, das Signal wird verstärkt und über Lautsprecher wiedergegeben. Das Mikrofon des Hörgerätes empfängt das Raumsignal, inklusive aller Neben- und Störgeräusche, verstärkt es und führt es dem Gehör zu. Dass dabei oft die Sprachverständlichkeit leidet, verwundert nicht.“
Eine induktive Höranlage bewirkt hier eine entscheidende Abkürzung: Das verstärkte Signal wird unmittelbar einer Induktionsanlage zugeführt und in weiterer Folge direkt vom Hörgerät empfangen, wenn dieses auf die entsprechende Funktion umgeschaltet wird. Die störenden Raum- und Nebengeräusche entfallen.

Mehr über die Verlegearten, von Perimeter-Schleifen bis Phased Array, und über Kennzeichnung, Vorteile und Einsatzgebiete von induktiven Höranlagen erfahren Sie ab Seite 44 der aktuellen Printausgabe von MEDIA BIZ.

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