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Dezember 2017
Nr. 227


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Sennheiser Digital 6000

Bereits 1957 entwickelte Sennheiser, damals noch „Labor W“ genannt, eines der weltweit ersten Funkmikrofone. Genau 50 Jahre später bringt Sennheiser das zweikanalige Funkmikrofonsystem Digital 6000 auf den Markt. Über technische Fakten und praktische Erfahrungen berichtet Karl M. Slavik.

Digitaler, zweikanaliger Funkmikrofonempfänger Sennheiser EM 6000.
Darunter Mehrfach-Ladegerät L 6000.
Foto: Sennheiser

Nichts macht technischen Fortschritt sichtbarer als der Vergleich: Sennheisers erstes Funkmikrofon arbeitete rein analog, im Frequenzbereich von 37 MHz, verwendete Röhren und wurde zunächst von Telefunken unter der Bezeichnung Mikroport vertrieben – ein Begriff, der Geschichte schreiben sollte. 50 Jahre später sendet das Funkmikrofonsystem Digital 6000 mit hochintegrierter Technik und digitaler Kodierung auf einer wählbaren Frequenz zwischen 470 bis 714 MHz, was einer gewaltigen Schaltbandbreite von 244 MHz entspricht. Am Ende jeder technischen Entwicklung steht der Nutzen für den Anwender, der sich aus Klangqualität, Verwendbarkeit und nicht zuletzt aus dem Preis-Leistungsverhältnis definiert.

Ungleiche Brüder
Sennheiser Digital 6000 ist der kleinere Bruder des bereits 2012 anlässlich der IBC vorgestellten Systems Digital 9000. Während die 9000er-Serie acht Kanäle pro Mehrkanalempfänger EM 9046 unterstützt, beschränkt sich der Empfänger EM 6000 auf zwei Kanäle. Obwohl Sennheiser gerne auf die enge Verwandtschaft der beiden Serien hinweist, treten bei näherem Hinsehen mehrere deutliche Unterschiede und Inkompatibilitäten hervor. So ist der Empfangsbereich beim 9000er mit 470 - 798 MHz um satte 84 MHz breiter. Auch im Bereich der Audio-Kodierung gibt es Unterschiede. Digital 9000 bietet zwei Modi an, einen HD-Mode ohne Datenreduktion und einen datenreduzierten Long-Range-Mode (LR-Mode) mittels SeDAC (Sennheiser Digital Audio Codec). Das System 6000 wiederum unterstützt nur den LR-Mode und verweigert sich der HD-Variante. Bereits diese beiden Faktoren, Bandbreite und Codec, lassen erkennen, dass 6000er- und 9000er-Serie lediglich „teilkompatibel“ sind, was in der Praxis zu unangenehmen Einschränkungen führen kann. Wer etwa denkt, ein vorhandenes Digital 9000 mittels Digital 6000 um zwei Kanäle erweitern und bunt gemischt verwenden zu können, irrt. Bei einem Preis von rund 10.000 Euro für ein halbwegs komplettes System Digital 6000 mit zwei Kanälen könnte dieser Punkt durchaus abschreckend wirken. Zur Beruhigung: Antennen, Akkus und anderes Zubehör sind zwischen den beiden Serien austauschbar.

Digital 6000 im Detail
Wie der Name vermuten lässt, befassen wir uns hier mit einem digitalen Funkmikrofonsystem, die Übertragung erfolgt digital kodiert im UHF-Bereich. Die Serie besteht aus dem Empfänger EM 6000 (wahlweise mit oder ohne Dante-Modul), dem Handsender SKM 6000 (unterschiedliche Mikrofonköpfe verfügbar), dem Taschensender SK 6000 und diversen Zubehörteilen, wie dem Ladegerät L 6000 und verschiedenen Antennen (aktiv oder passiv).
Digital 6000 nutzt den Long-Range-Mode der 9000er Serie und bietet gemeinsam mit Sennheisers True-Bit-Diversity-Technik und prädiktiven Algorithmen die Voraussetzung für höchst zuverlässige Verbindungen. Tatsächlich ist die Stabilität und Tonqualität des Systems über jeden Zweifel erhaben. Ein weiter Audio-Frequenzbereich von rund 30 – 20.000 Hz (-1,5 dB), eine hohe Dynamik von 111 dB (A-bewertet) und Verzerrungen von lediglich 0,03% (bei 1 kHz, allerdings ungenanntem Pegel) sorgen für beste Voraussetzungen.

Den gesamten Tesbericht von Karl M. Slavik finden Sie ab Seite 28 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ.
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