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Dezember 2017
Nr. 227


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Michael Kastelic - Datamatix
Datensysteme GmbH
Foto: Privat
Störungs-Suche bei Puls4

Funkmikrofone sind heute selbstverständlich im Einsatz. Mit geschmeidigen Griffen wird das Mikrofon angelegt, der Sender kunstvoll versteckt, zumindest so, dass er nicht drückt - und dann kann die Sendung starten. Tausende Minuten Sendeton werden täglich über Funkstrecken problemlos abgewickelt, bis es plötzlich voll ausgesteuert, rauscht oder kratzt und der überraschte Tonmeister den Regler zuzieht.
Text: Michael Kastelic


Dieses Problem ist auch sporadisch bei Puls4 im Studio in Wien aufgetreten. Die Störungen traten scheinbar zufällig auf und verschwanden wieder. Der Leidensdruck wurde mit der Zeit immer größer, bis sich Robert Grabner und Lukas Strummer von der Tonabteilung der Sache annahmen. So kam dann auch Datamatix ins Spiel.

Ausgangslage
Die technische Ausgangslage waren Sennheiser-Empfänger, die über ein Koppelnetzwerk zusammengeschaltet sind. Die drahtlosen Mikrofone werden in einem Frequenzbereich von 470 MHz bis 573 MHz betrieben. Es gibt Empfangsantennen in den parallelen Studios und in der Vorhalle, die ebenfalls in verschiedene Produktionen in das Koppelnetzwerk eingebunden sind. Damit kann ein Sender in allen Studios und übergreifend über die Studios ohne Einschränkungen betrieben werden. Ebenfalls werden stationäre Sender für die In Ear-Versorgung eingesetzt. Ein bewährtes System, das eigentlich problemlos funktioniert.

Messpunkt
Die Messung erfolgte am Ende der Antennenkette - nach dem Combiner und nach allen in Serie geschalteten Empfängern. Die Messung wurde sowohl mit einer passiven Antenne als auch am zweiten Ende der Antennenkette mit einem identen Ergebnis verifiziert.

Wahl des Messgerätes
Natürlich greift man zuerst zu einem Spektrumanalysator. Dieser zeigt die Frequenzbelegung an, und ein Störer sollte gefunden werden. Jedoch durchläuft ein Spektrumanalysator den gesamten Frequenzbereich und tastet die Frequenzen nach und nach ab, bevor er die erfassten Pegel anzeigt. Während länger andauernde Störungen damit sicher erfasst werden, ist die Detektion von kurzzeitigen Störsignalen nicht gesichert: Der Spektrumanalysator müsste exakt zum Zeitpunkt der Störung eine Messung genau an der Störfrequenz vorgenommen haben. Je nach Messgeschwindigkeit des Messgeräts (variierend von wenigen Millisekunden bei Topgeräten in der Preisklasse >100.000 Euro bis hin zu mehreren Sekunden für Low-Cost Geräte) wird das Erfassen des Störers zu einem Glücksspiel.

Wie die Datamatix Datensysteme GmbH (www.audio2.at), die auf einen weiten Erfahrungsschatz bei Hochfrequenzmessungen und Entwicklungen zurückgreifen kann, dieser Problematik begegnet ist, um die Quelle der Störungen einzugrenzen und letztendlich sicherzustellen, dass die Probleme beseitigt sind, erfahren Sie ab Seite 26 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ.
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