Magazin
N E W S

Dezember 2011
Nr. 174


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Roman Tolic
Foto: Marcus Deak
Hercules Filmnetwork

Die evaluierte, noch geschlossene Betaversion des Hercules Filmnetwork zur Finanzierung von Filmen wurde mehrfach als „The Best Of“ nominiert, zuletzt 2010 in Silicon Valley (Top 40 weltweit) und 2011 in Barcelona (Top 10 in Europa) und sucht noch einen strategischen Investor für die Markteinführung und Internationalisierung. Gabrielle Schultz sprach mit dem Filmproduzenten und Entwickler Roman Tolic.

Wie funktioniert die Finanzierung von Filmproduktionen über das Hercules Filmnetwork?
Das Hercules Filmnetwork ist ein soziales Netzwerk, ähnlich wie Facebook und YouTube, und kann mit Hilfe der eigenen zentralen Plattform herculesfilm.com unter Mitwirkung einer großen Internet-Community eine unbegrenzte Anzahl von Filmen produzieren, finanzieren und distribuieren. Das Hercules Filmnetwork wird die Art und Weise, wie Filme finanziert, produziert und vermarktet werden, revolutionieren. Filminteressierte und Fans werden via Breitbandtechnologien in den Filmproduktionsprozess mit einbezogen und als neue Kunden erschlossen. Mitgliedern wird die Möglichkeit geboten, an dem sonst anonymen Filmproduktionsprozess mitzuwirken und über den Zeitraum des Filmes hinaus untereinander und mit dem Filmteam in Kontakt zu bleiben. Die Finanzierung basiert in erster Linie auf Mikro-Beiträgen (Mitmach-Lizenzen), Abo- und Lizenzmodellen.

Handelt es sich dabei um eine Form von Crowdfunding?
In Wirklichkeit geht es nicht primär um Crowdfunding, sondern um Crowdsourcing im Filmbereich, das den Beginn der neuen Ära Film 2.0 darstellt, nämlich die globale Überleitung des Films auf Web 2.0 und die Einbeziehung großer Internet-Communities in das Filmschaffen. Crowdfunding funktioniert nach unserer Analyse nicht als ‚Insellösung‘, sondern nur als ‚integrierte Systemlösung‘: eine zentrale Internet-Plattform für Finanzierung, Produktion und Distribution von kooperativen Medienproduktionen, die auch Budgets von über 100.000 Euro ermöglicht. Das Potenzial der Filminteressierten für sich nutzbar zu machen, bedarf eines neuen Ansatzes: Öffnung des sonst anonym verlaufenden Filmproduktionsprozesses durch ein neues Basissystem und einen Initialaufwand. Beides stellt für Filmproduzenten derzeit ein zu großes Hindernis dar. Dennoch behält der Filmproduzent weiterhin das Zepter in der Hand und bestimmt die Regeln für die Teilnahme und Mitwirkung der User an der Filmproduktion.  Das Interessante dabei ist, dass dies keine Utopie, sondern mittlerweile Realität geworden ist.

Wie die Filmwirtschaft darauf reagiert und weitere Details zum Projekt und über den Initiator erfahren Sie ab Seite 24 der Dezemberausgabe von MEDIA BIZ.

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