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September 2017
Nr. 224


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Jürgen Diniz-Malleck, General Manager CEE RIEDEL Communications Austria: "Die Bereitschaft, akribisch ein bereits gelöstes Problem nochmals anzupacken, auf den Prüfstand zu stellen, und sich quasi selbst neu zu erfinden, um eine neue, bessere Lösung bieten zu können, dass imponiert mir am meisten an Riedel".
Foto: Riedel
Keine grünen Bananen

Hersteller sollten auch Innovationstreiber sein, aber nicht zu viele grüne Bananen verkaufen, denn der Kunde benötigt Lösungen, die er heute geliefert bekommen und einsetzen kann, meint Jürgen Diniz-Malleck, General Manager CEE der österreichischen Niederlassung von RIEDEL Communications, im Gespräch mit Sylvia Bergmayer.

Seinen Einstieg in die Branche startete er von der künstlerischen Seite -als Sängerknabe. Singen ist zum Hobby geworden, Musik nach wie vor seine Leidenschaft. Als einer der ersten „digital natives“ hat Jürgen Diniz-Malleck im Alter von 16 Jahren auf einem kleinen Pentium PC angefangen, Musik zu machen, diverse Bands mit Beats versorgt und das erste Studio-in-a-Box betrieben. „Das hat mich letztendlich auch zur Studiotechnik gebracht. Bei BFE, damals noch Siemens, habe ich mein erstes Praktikum gemacht, habe Blut geleckt und bin dabei geblieben. Die Faszination der „alten“ Technik ist natürlich da. Wenn man nicht weiß, wie eine SSL- oder eine Neve-Konsole funktioniert, wird man auch nie ganz verstehen, wie ein virtueller Mischer in einem Sequenzer-Programm funktioniert. Bis heute produziere ich kleine Musikstücke und Cover-Versionen im Freundeskreis. Das brauche ich für meinen Seelenfrieden.“
Im Jahr 2010 wechselte der gelernte Tontechniker zu Salzbrenner Stagetec, wo er von 2014 bis 2016 als Sales and Business Development Manager in Brasilien tätig war. „Dort habe ich gelernt, den europäischen Markt anders zu betrachten und zu sehen, wie overengineered wir hier sind, wie sehr viel mehr vom technischen Output als vom Content getrieben.“
Seit April 2017 ist Jürgen Diniz-Malleck als General Manager CEE der Riedel Communications Austria GmbH tätig.

In Ihrer bisherigen Laufbahn gab es ja bereits einige Berührungspunkte mit Riedel?
Ich komme ja aus dem Anlagenbau, war knapp zehn Jahre bei BFE in Mainz als Audioplaner und Projektleiter für unterschiedliche Projekte in Deutschland und international verantwortlich. Im Jahr 2010 wollte ich mich im Vertrieb weiter entwickeln, war dann bei Salzbrenner Stagetec Delec tätig, anfänglich nur für Delec und damit natürlich im Wettbewerb zu Riedel.
Als Systemintegrator kenne ich die Produkte von Riedel schon seit 2003, da habe ich meine erste Artist-Installation bei der Deutschen Welle in Bonn geplant. Ich bin schon sehr früh in das Portfolio Intercom hineingewachsen und immer wieder aufgrund der Erfolge, die Riedel im deutschsprachigen Raum hatte, mit Riedel-Lösungen in Berührung gekommen, habe sie integriert und international in meinen Projekten auch bevorzugt und zwar aufgrund der Zuverlässigkeit und der Qualität, für die Riedel schon immer gestanden ist.

Riedel Communications betreibt seit rund zehn Jahren, seit der Übernahme des österreichischen Netzwerkspezialisten MediorNet im Jahr 2007, eine Niederlassung in Österreich, mittlerweile eine Rarität in der Branche.
Die Bedeutung des Standorts und des Teams in Wien in der Riedel-Gruppe reicht weit über die Weiterentwicklung von MediorNet hinaus. Ein nicht unwesentlicher Teil von Bolero ist in Österreich entwickelt worden. Von Wien aus betreuen wir auch die östlichen Nachbarländer der CEE Region, von Polen bis zum Balkan, also insgesamt 15 Länder.

Neben weiteren Details zum Standort Wien bietet Jürgen Diniz-Malleck Einblicke in seine Sicht auf aktuelle Branchenentwicklungen wie die Migration der Branche in die IT-Welt, die Entwicklung in Richtung IP oder den Stellenwert eines leistungsfähigen Produktmanagements ab einer gewissen Unternehmensgröße.

Riedel Communications @ IBC Stand 10.A31, 0.C03
www.riedel.net
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