Magazin
N E W S

Dezember 2011
Nr. 174


Bestellung

Im Raimundtheater, das nicht für mobile Produktionen ausgelegt ist, standen keinerlei Kabelwege, Durchlässe oder Schächte zu Verfügung. Axis hat sich deshalb für eine vernetzte Lösung von Riedel entschieden.
Foto: Martin Holovlasky

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Geschlagene Autoren

Als am Abend des 14. Novembers 2011 der Nestroy Theaterpreis im Raimund Theater verliehen wurde, hatte das Team der Axis Filmproduktion mit Unterstützung von Riedel bereits preisverdächtige Arbeit geleistet.
Text: Gabrielle Schultz

Im Rampenlicht der Bühne des Raimund Theaters strahlten Preisträger und Laudatoren, in der Dunkelheit des Ü-Wagens das Team der Axis Filmproduktion. Die ORF-Live-Übertragung der Gala lief wie am Schnürchen, was unter anderem auf die Mediornet-Lösung von Riedel zurückzuführen war.
Der Preisverleihung wurde dieses Jahr eine Rahmenhandlung verpasst, einige der Gewinner würzten mit scharfen Worten der Kritik nach. Das Burgtheater verbuchte gleich vier Auszeichnungen: Sarah Viktoria Frick erhält den begehrten Nestroy Theaterpreis als beste Schauspielerin, Andrea Breth als beste Regisseurin und Udo Samel als bester Nebendarsteller. Max Mayer setzte sich als bester Schauspieler unter anderem gegen die Burg-Stars Gert Voss und Roland Koch durch. Franziska Hackl vom Schauspielhaus Wien wurde als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.

Gleich zwei Veteranen nutzten die Gelegenheit, um die aktuelle Theaterlandschaft zu kritisieren: Peter Handke wünschte sich bei der Entgegennahme des Autorenpreises, dass sich Theater „mehr auf geschriebene Stücke und weniger auf das Rundherum“ konzentrieren möge. Und Peter Turrini machte im Anschluss an die von Elfriede Jelinek verfasste  und von Kirsten Dene vorgetragene Würdigung seines Lebenswerkes unmissverständlich klar, dass er sich jegliche sprachliche Verunstaltung von Texten verbiete. „Wenn jeder am Theater, der einen Bleistift halbwegs fest in der Hand halten kann, in die Stücke hineindichtet, was ihm so einfällt, dann schreie auch ich auf. Sitzen in den Regie- und Dramaturgiestuben zwergwüchsige, peitschenschwingende Jockeys, die jedem Autor auf den Rücken springen und auf ihn einschlagen müssen, bis er in die Knie geht und seine Sprache jenes Minimalmaß erreicht, welches einem Jockey das Gefühl von Augenhöhe vermittelt? Oder wird einfach auf Kosten von Autoren ein Machtspiel ausgetragen, welches weit über das Theater hinausgeht und auf die reale Welt verweist“, so Turrinis Aufschrei. Es gebe ein Urheberrecht, das die kreative Leistung eines Menschen schütze, warnte der Autor in seiner Dankesrede.

Da die Vergabe der Preise am einzigen spielfreien Abend der Woche stattfand, durfte der normale Proben- und Theaterbetrieb nicht gestört werden. „Wir mussten sehr flexibel auf diesen Umstand reagieren““, so Andreas Kritzmanits, Geschäftsführer der Axis Filmproduktion, „erschwerend kam hinzu, dass das Raimundtheater nicht für mobile Produktionen ausgelegt ist und keinerlei Kabelwege, Durchlässe oder Schächte zu Verfügung standen. Deswegen haben wir uns auch für eine vernetzte Lösung von Riedel entschieden.“
Riedel lieferte neben zwei Funkkameras, einschließlich der Telemetriesteuerung Conductor, eine Glasfaserlösung, die aus vier Mediornet Frames sowie mehreren Rocknet Modulen bestand. Die Mediornet Frames wurden über die bestehende LWL-Verkabelung des Raimund Theaters miteinander verbunden und über eine einzelne zusätzliche Glasfaserleitung an den Ü-Wagen Frame angebunden.

Mehr über die Vorteile der Multiplexing-Lösung Mediornet und des drahtlosen Beltpack Systems Acrobat von Riedel beim Einsatz im Raimundtheater erfahren Sie ab Seite 43 der Dezemberausgabe von MEDIA BIZ.
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